13.07.2011
Semiotik-Workhop in Basel
Ich blicke auf einen spannenden und lehrreichen Workshop an der Schule für Gestaltung Basel zurück. Das Thema: Semiotik – die Lehre der Bilder, Sprache und Zeichen. Wir setzten uns mit Bilder auseinander, die Kreuze enthalten. Eine intensive Zeit, gemeinsam mit der Weiterbildungsklasse Typografie und Grafik, geführt von Marianne Diethelm.
Wir sehen sie überall. Sie weist uns von hier nach dort, erzählt Geschichten, prägt uns, täuscht uns. Sei es im öffentlichen Raum, in Zeitungen, oder auf Websites. Sie führt uns in Welten, sorgt dafür, dass wir uns zurecht finden: Die Sprache der Zeichen, Bilder und Texte.
Je nach geistes-, kultur- oder sozialwissenschaftlicher Anwendung werden durch Symbole, Bilder oder Texte nicht immer dieselben Informationen transportiert. Hinzu kommt: Je nach Kombination kann beispielsweise die Aussage von Bild X aufgrund des Inhaltes von nebenstehendem oder integrierten Bild Y komplett verändert werden.
Während der langen Bildrecherche setzte ich mich beim Fotografieren mit dem Thema Kreuz auseinander. Das Bildarchiv wurde dann sortiert. Nicht nach Inhalt, sondern nach formellen Kriterien: Zentriert, chaotisch, diagonal, dynamisch, gerastert, wiederholt etc. Der Grund: Wir mussten genau hinschauen, und nicht, wie man es im Alltag macht, das Bild lesen.
Danach gilt es, Kombinationen zu suchen. Inspiriert von den ca. 1500 entstandenen Aufnahmen machte ich mich auf die Suche nach Inhalten. Bild A wird mit Bild B ergänzt und die Aussage wird verändert. Die Friedensttaube, in diesem Fall Schwarz, fliegt Richtung Osten, holt dort Frieden? Oder bringt diesen? Jedenfalls fliegt sie aus dem Dunkeln ans Licht. Bei der zweiten Kombination wird unsere schöne Aarauer Altstadt von der Natur überfallen.
Format: A2
Technik: digitale Fotokomposition