Experimentelle Auseinandersetzung mit der visuellen Wahrnehmung: Das Projekt thematisiert den Einfluss der digitalen Medien auf unsere Meinungsbildung. Zudem soll «pixelkrieg» den Betrachter zu einer kritischen Haltung gegenüber Fernsehbildern führen.
Der Betrachter betritt eine Videoinstallation. Aus einer Distanz von zwei Metern blickt er auf eine Leinwand. Nichts ist auf der Leinwand zu erkennen, ausser faustgrosse Pixel in sechs verschiedenen Grauwerten, die ein ästhetisch-schönes und abstraktes Muster bilden. Kopfhörer und Türspion laden dazu ein, das Video aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Aufgrund der kurzen Brennweite, respektive dem grossen Bildwinkel wird die Videoleinwand in die Ferne gerückt. Dazu kommt die auditive Wahrnehmung durch die Kopfhörer. Das dekorative Muster wird zu einem Kriegsschauplatz.
Das Projekt hinterfragt die Glaubwürdigkeit der Medien der bewegten Bilder. Fernsehwelt und politische Wirklichkeit – beide haben wenig, oft sogar nichts miteinander zu tun. Inwieweit sind Sequenzen über Tod, Hunger und Elend nur dazu da, um unsere voyeuristischen Interessen zu bedienen? Was zeigen Fernsehbilder, was verschweigen sie? Medienkunst-Projekt "Hello World!" (2007/08) Hochschule für Gestaltung und Kunst Projektleitung: Prof. Félix Stampfli